Das Gänseblümchen

Hotel Gut Edermann Wildwiese

Volkstümliche Namen:

Tausendschön, Margritli (Schweiz), Maiblume, Angerbleamerl, Marienblume, Augenblümchen

Schon der französische König Ludwig IX. (1214-1270) nahm das kleine hübsche Gänseblümchen zusammen mit der Lilie in das königliche Wappen auf.

Unauffällig und klein, strahlend und lieblich, wird es oftmals aber gerne übersehen, unterschätzt, verkannt.

Als Kind habe ich von meiner Großtante Mari gelernt:

„Wenn zehn Gänsebleamein unter oan Schuah passen, dann is da Friahleng do.“

Und wenn ich unsere Blumenwiese nun vor dem Haus betrachte, stelle ich fest: Sie hat recht gehabt.

Im Volksmund heißt es, das Gänseblümchen fördert die Leichtigkeit, das Kindliche, Spielerische.

Aber auch die Klarheit, Entschlusskraft gesunden Selbstbezug und Erdung.

Es enthält Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Anthoxanthin und Flavonoide und soll, innerlich angewandt, blutreinigend, wassertreibend und stoffwechselanregend auf den Körper wirken.

Ein äußerer Umschlag mit Gänseblümchentee oder mit einer alkoholischen Tinktur soll bei blauen Flecken, kleinen offenen Wunden, Prellungen, Verstauchungen, Hautausschlägen und Blutergüsse helfen.

Meine Gänseblümchenrezepte teile ich gerne mit Ihnen:

Hotel Gut Edermann Gänseblümchen Tee

Gänseblümchentee (innerlich und äußerlich)

2 Teelöffel des getrockneten Krauts (Blüten und Blätter) mit 1/4 L kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. Zwei mal täglich eine Tasse Tee trinken. Diesen Tee kann man auch für die Umschläge verwenden.

Gänseblümchen Herz

Gänseblümchen-Tinktur

Gänseblümchenblüten mit Stielen in ein verschließbares Glas geben und klarem Schnaps aufgießen (35 – 50 % Alc.). Den Aufguss mindestens drei Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen. Täglich ein wenig schütteln, damit keine Pflanzenteile an der Oberfläche bleiben. Dann durch einen dünnen Filter (Tipp: Milchfilter aus dem Agrarhandel) oder ein Leintuch abseihen.

Hotel Gut Edermann Gänseblümchen

Gänseblümchen-Öl

Ein verschließbares Glas mindestens zu Hälfte mit Gänseblümchenblüten und- stängeln befüllen.

Mit einem Stößel oder einem Holzkochlöffel die Pflanzenteile etwas zerstoßen. Mit gutem Mandel- Oliven- oder Sonnenblumenöl bis zum Glasrand auffüllen und fest verschließen. Mindestens drei Wochen lange sollte das Öl an einem warmen Ort ausziehen dürfen. Das Glas regelmäßig etwas schwenken. Nach dem Abseihen (mit einem Leintuch oder Milchfilter) kann es mit einigen Tropfen echtem ätherischem Rosen- oder Mandarinenöl verfeinert werden und ergibt so ein wunderbares Hautöl für die tägliche Pflege.

Hotel Gut Edermann Blumenbrot

Gänseblümchenbutterbrot

Eine Scheibe Roggenvollkorn-Natursauerteigbrot oder Bauernbrot mit guter Bio-Butter bestreichen und mit den Blütenköpfchen belegen. Schmeckt richtig guad!

Auch als Deko für Salate oder Gerichte aller Art sind die gesunden wohlschmeckenden Blüten und Blattrosetten geeignet.

 

Einfache Gänseblümchensalbe

100 g Gänseblümchenöl mit 10 g Bienenwachs in einem Becherglas im Wasserbad sanft erwärmen bis das Bienenwachs vollständig geschmolzen ist. Das Glas aus dem Wasserbad nehmen und etwas abkühlen lassen. Danach die Sheabutter (Apotheke oder Naturkosthandel) einrühren und ebenfalls schmelzen lassen. Die Salbe im Becherglas mit einem Spatel rühren bis zum Abkühlen und dann einige Tropfen echtes ätherisches Öl zufügen, nach belieben (z. B. Rose, Mandarine, Rosengeranie, Orange o. a.). Die noch flüssige Salbe in kleine desinfizierte Tiegel oder Gläschen abfüllen. Die Gänseblümchensalbe eignet sich gut bei empfindlicher Haut u. a. (siehe Umschlag).

Hotel Gut Edermann Monika Seidenfuss

Herzlichst,

Ihre Monika Seidenfuß-Bauernschmid

Inhaberin

Wellness Natur Resort Gut Edermann

 

Tipps für einen basischen I-mog-mi-selbst-Tag!

Hotel Gut Edermann Steine im Fluss

Heute ist „Tag der basischen Ernährung“ und deshalb teilt Frau Seidenfuß-Bauernschmid heute ihre bestenTipps für einen basichen Tag, der Ihnen die Haut schön macht, Ihre Ausstrahlung in Szene setzt, die Organe entlastet, die Verdauung reguliert und die Pfunde purzeln lässt.

Erstmal säubern!
Nach dem Aufstehen und vor dem Zähneputzen mit einem guten Öl (Kokos, Sesam, Sonnenblume) Ölziehen. Dabei wird ein Esslöffel Öl im Mund 5 Minuten lang hin und her gespült. Das reinigt Schleimhaut und Zähne von nachts entstandenen Ablagerungen.

Stoffwechsel-Aufwachdusche
Ab in die Dusche und einige Male warm und kalt im Wechsel über die noch müden Geister laufen lassen – mit den Armen beginnen, dann mit den Beinen und zum Schluss den ganzen Körper abduschen.

Wichtig: den Duschstrahl immer in Richtung Herz führen und mit kaltem Wasser beenden. Das stärkt unser Immunsystem, regt den Lymphfluss an und bringt den gesamten Stoffwechsel so richtig in Schwung.
Alternativ: Trockenbürsten

Morgendlicher Basenkick!
Nüchtern einen halben Liter warmes Wasser mit dem Saft einer frisch ausgepressten Zitrone trinken. Der frisch gepresste Zitronensaft enthält zwar Säuren, wird aber im Organismus hoch basisch verstoffwechselt.

Basischer GutenMorgenGenuss
Einen Obstsalat mit Obst der Saison, gekeimten Flocken oder mit Nüssen und Samen und Mandelmilch zubereiten. Mit etwas Zimt oder anderen wärmenden Lieblingsgewürzen schmeckt das „gscheid guad“.


Mittags gibt´s einen feinen Salat (mit einem guten kaltgepressten Öl, ohne Essig aber mit Zitronenensaft zubereitet)


Abends schmeckt ein warmes Gemüsegericht oder eine Gemüsesuppe am Besten.


– Zwischen 14:00 und 15:00 Uhr oder am Abend bitte mind. 30 Minuten lang einen Leberwickel machen (feuchtes Tuch und Wärmeflasche auf die Lebergegend legen und einfach mal ruhen).


– Und auf jeden Fall darf das basische Fussbad für die Entsäuerung über die Füße an so einem guten basischen Tag nicht fehlen. (In ca. 38 Grad warmes Wasser kommt ein EL Natriumbicarbonat oder handelsübliches Basenbadepulver hinein.)
Sollten Sie Kopfweh bekommen, kann das am Koffeinentzug liegen ;-).

Übrigens:
Nach 15:00 Uhr nichts Rohes mehr essen, das kann der Magen von vielen Menschen so spät am Tage nicht mehr richtig verdauen.

– Basisch verstoffwechselt wird jedes Gemüse (ausser Artischocken, Rosenkohl und Spargel), alles was gekeimt ist (gekeimtes Getreide), Samen, Mandeln und Walnüsse und fast jedes Obst.


Und runter mit dem Stress, bitte! Der macht den Körper auch sauer!


Viel Spaß für einen tollen gesunden basischen I-mog-mi-selbst-Tag!

Hotel Gut Edermann Monika Seidenfuss

Herzlichst,

Ihre Monika Seidenfuß-Bauernschmid

Inhaberin

Wellness Natur Resort Gut Edermann

Kapuzinerkresse

Hotel Gut Edermann Kapuzinerkresse

Tropaeolum majus

Eine Pflanze, die als wärmendes „Sommerkind“ schnell gedeiht und bis spät in den Herbst hinein mit ihren leuchtend bunten Blüten schmückt.
Sie hat essbare Blüten, Blätter und ist nicht nur schmackhaft, sondern auch sehr gesund! Kapuzinerkresse enthält kresseähnliche Inhaltsstoffe, sogenannte Senföle. In allen Teilen der Pflanze befindet sich ein Stoff, der eine desinfizierende und entzündunghemmende Eigenschaft hat. Die jungen Blüten und Blätter eignen sich besonders gut frisch als Beigabe zu Salaten, Gemüsegerichten, in Apfelessig eingelegt oder als Kapuzinerkresse-Salz.


Zutaten für das Salz:
1 EL Kapuzinerkresseblüten
1 EL Kapuzinerkresseblätter
3-4 EL grobes NaturSalz

Die Kapuzinerkresseblüten und Blätter im Mörser grob zerstoßen, mit Salz mischen.
Auf einem Teller ausbreiten und noch ca. 1-2 Tage trocknen lassen, danach abfüllen.

Hotel Gut Edermann Monika Seidenfuss

Herzlichst,

Ihre Monika Seidenfuß-Bauernschmid

Inhaberin

Wellness Natur Resort Gut Edermann

Sommerpflanzen für die Abwehrkräfte und eine starke Leber

Hotel Gut Edermann Wildwiese

Unsere Leber ist unser wichtigstes Entgiftungsorgan. Sie verstoffwechselt im Grunde genommen alles, was wir unserem Körper geben, was wir essen und trinken. Leider kann sich eine geschwächte Leber nicht direkt bemerkbar machen, man spürt sie nicht, wenn es ihr schlecht geht. Nachdem Mutter Natur uns aber für Alles ein Kraut zur Verfügung gestellt hat, gibt es auch ein paar echt gute Helferlein für ihr Wohlergehen. Sie liebt Gerb- und Bitterstoffe, diese helfen Ihr, den Stoffwechsel in Schwung zu halten.

Das Mädesüß – die heil­kräftige Wiesen­prinzessin


Filipendula ulmaria


Flaumig und leicht, fast als würden Sie tanzen, drehen sich die flauschigen Wedel der „Wiesensüße“ (engl. meadowsweet) im Sommerwind auf feuchten Wiesen oder an Bach- und Wegrändern. Ihr Duft ist markant, „wie beim Doktor“, stellen die Teilnehmer der Kräuterwanderung fest, mit denen ich durch unsere Hotelwiesen streiche. Nimmt man ein kleines Stückchen der flauschigen Blüte auf die Zunge, kommt es einem vor, als hätte man ein Arzneimittel im Mund, nämlich ganz genau das Bekannte mit der Acetylsalicylsäure.

Tatsächlich enthält es Salicylsäure in natürlicher Form. Ein feiner Vanilleduft mischt sich beim Riechen unter die Duftnote. Die Blüte hat den höheren Wirkstoffgehalt, allerdings kann man auch die Blätter mitverwenden.

Die Druiden der Keltenzeit verehrten das zur Familie der Rosengewächse zugehörige Mädesüß als heiliges Kraut.

Inhaltsstoffe und Verwendung:

Das Mädesüß enthält eine Verbindung aus Salicylsäure, das schmerzlindernd, fiebersenkend und entzündungshemmend wirkt. Es schadet unserem Magen nicht, da es erst in der Leber in ihre aktive form umgewandelt und verstoffwechselt wird. Schleime, Flavonoide und Gerbstoffe unterstützen die Regeneration von Organismus und Leber. Ausserdem wirkt es leicht harntreibend und entwässernd.

In der Küche kann es in Milch oder Rahm ausgezogen werden, für Desserts, oder aber auch in Wasser und Zitronensaft angesetzt als erfrischende Limonade. Für einen Heiltee bei Erkältungskrankheiten wird es am Besten zusammen mit Holunder- und Lindenblüten mit kochendem Wasser übergossen und nach 10 Minuten Ziehzeit schluckweise getrunken.
Rezept:

Edermanns feiner Mädesüß-Sirup

30 Mädesüßblüten in aufgekochtem Zuckerwasser (2 Liter Wasser : 2 Liter Zucker) zusammen mit Zitronenscheiben und 30 g Weinsäure (alternativ Apfelsäure) mehrere Tage lang gekühlt ziehen lassen. Abseihen, nochmals auf 78 Grad erhitzen und heiß in schöne Flaschen abfüllen und gut verschließen. Flaschen mit größeren Schraubdeckeln zum Abkühlen auf den Kopf stellen.
Der Sirup schmeckt besonders aromatisch und spritzig mit Mineralwasser oder Prosecco aufgegossen.

Den hausgemachten Sirup kann man derzeit an der Rezeption käuflich erwerben.

Hotel Gut Edermann Schafgarbe

Die Schafgarbe – ein Lieblings­kraut von Leber und Magen


Achillea millefolium


Weiß bis zartrosa und unaufdringlich, aber äußerst ausdauernd gibt sie sich zu erkennen. Erst auf den zweiten Blick nimmt man die filigrane Schönheit der vielen kleinen Korbblüten wahr. Der kräftige Stängel zeugt von ihrer Standhaftigkeit auf Böden mit unterschiedlichster Bodenbeschaffenheit. „Augenbraue der Venus“ nannten Sie die Menschen im Mittelalter wegen Ihres gefiederten und geschwungenen Blattes.

Inhaltsstoffe und Verwendung:

Bitterstoffe, ätherische Öle, Gerbstoffen und Flavonoide gehören zu den Hauptwirkstoffen. Die Schafgarbe kann eine entzündungshemmende Wirkung aufweisen, den Leberstoffwechsel fördern, die Verdauungssäfte anregen und den kranken Magen beruhigen. Erfahrungsgemäß wirkt sie durch den Kaliumgehalt auch harntreibend und entwässernd. Als „Frauenkraut“ bezeichnet, wird ihr ein gewisser ausgleichender Einfluss auf den Östrogenspiegel nachgesagt. „Schafgarbe im Leib tut wohl jedem Weib“, bezeugt ein alter Spruch. Als Tee getrunken gilt es als wahrer Segen bei Menstruationsbeschwerden und Krämpfen.

Rezept:

Schafgarbenwein

Eine größere Menge von Blüten und Blättern in gutem Bio-Weißwein mehrere Wochen lang an einem hellen Ort ausziehen lassen, dann abseihen und abfüllen.
Der Schafgarbenwein regt wunderbar die Verdauung an, und ein Gläschen zum oder nach dem Essen erweist sich als wahrer Magenfreund.

Hotel Gut Edermann Ausschnitt Wildwiese

Die Wegwarte – Wächterin an den Weg­rändern

Cichorium intybus

Die blauen Sternblüten faszinieren mich jeden Tag, wenn ich am Vormittag die Blumenwiesenränder sehe, leuchtend in hellem blau und lilablau, erhaben und doch zart präsentiert sich die schöne Pflanze, die recht stattliche Wuchshöhen von über einem Meter erreichen kann. Eindruck schindet die Schöne auf jeden Fall mit ihrer Eigenschaft, ihre Blüten bereits gegen 14 Uhr am Nachmittag wieder zu schließen. Da muss man schon etwas zeitiger am Tag unterwegs sein, um die volle Blütenpracht mit der Kamera einfangen zu können.

In Mythen und Märchen symbolisiert sie oft hingebungsvolle, treue Liebe, die auch vergeblich sein kann. Eine wartende Jungfrau wurde, der Erzählung nach, einst in das blaue Wunder verwandelt. Die blauen Blüten unters Kopfkissen gelegt, sollten im Traum den zukünftigen Liebsten erscheinen lassen.

Die Wurzeln des Zichoriengewächses wurden früher gerne geröstet und zu Kaffeeersatz vermahlen.

Inhaltsstoffe und Verwendung:

Bitterstoffe und Inulin wirken appetitanregend und fördern die Verdauung und den Gallenfluss. Paracelsus sah in der Wegwarte die Signatur des Jupiters, der die Leber regiert. Sie kann die Leber bei der Schwermetallausleitung unterstützen.

Rezept:

Lebertee

Blüten und Blätter der Wegwarte zusammen mit Schafgarbenkraut mit siedendem Wasser übergießen und ca. 5 Minuten ziehen lassen. Drei Tassen über den Tag verteilt trinken.

Eine wunderbare Sommerzeit und viel Spaß beim Ausprobieren!

Hotel Gut Edermann Monika Seidenfuss

Herzlichst,

Ihre Monika Seidenfuß-Bauernschmid

Inhaberin

Wellness Natur Resort Gut Edermann

Basische Rezepte & „de bsondere Griessnockalsuppn“

Hotel Gut Edermann Tisch mit Karottensuppe, Getränken vor Berglandschaft

Karotten-Apfelsalat mit Rosinen und Wildblüten

Wildblumen sind gesund. Sie beinhalten nicht nur jede Menge Vitamine und Mineralstoffe, viele Wildblumen sind wahre Medizin. So soll der Genuss von Gänseblümchen krampf- und schmerzstillende Wirkung haben. Vogelmiere regt den Stoffwechsel an und die Ringelblume belebt das Nervensystem.

Zutaten:

Karotten
Apfel
Rosinen
Zitronensaft
Leinöl
Wildblüten (Gänseblümchen, Rotklee, Löwenzahn, etc.)

Zubereitung:

Karotte und Apfel waschen und grob reiben, Zitronensaft und Rosinen zugeben. Zum Schluss etwas Leinöl für die fettlöslichen Vitamine zufügen.

Hotel Gut Edermann Smoothie in Wildwiese

Grüner Smoothie

Zutaten (Menge nach Gefühl):

Kiwi
Banane
Vanille
Fichtenwipfel
Mandelmilch

Zubereitung:

Alles zusammen mixen bis die Fichtennadeln vollständig zerkleinert sind.

Fichtenwipfel: Sie wirken antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend, schleimlösend und durchblutungsfördernd. Aus Fichtenwipfeln kann man auch Honig oder Sirup herstellen.

Hotel Gut Edermann Teller mit Essen in Gras

Kartoffel-Gemüselaibchen mit Tomatensalsa & Löwenzahnsalat

Zutaten:

50 g Zucchini
20 g Majoran frisch
Salz
Olivenöl
150 g Kartoffel
1 Tl Schwarzer Kümmel
1 Tl Sesam
50 g Karotte

Zubereitung:

Kartoffeln schälen danach weich kochen und abkühlen lassen. Karotte und Zucchini waschen. Alles mit grober Reibe reiben. Kümmel und Sesam angeröstet dazugeben, wie auch grob gehackten Majoran, und alles miteinander verkneten. Mit Salz abschmecken und zu Laibchen formen, in Olivenöl anbraten.

Dressing für die Löwenzahnsalat:

Olivenöl, Zitronensaft, Agavendicksaft, Sonnenblumenkerne und Salz.

Frisch gepflückten Löwenzahn etwas zerkleinern und mit dem Dressing zu den Laibchen anrichten.

Tomatensalsa (basisch)

Zutaten:

100 g Kirschtomaten
50 g Zwiebeln
20 g Majoran
0,1 g Chili
1El Agavendicksaft
30 g Frühlingslauch
100 ml Gemüsebrühe
Olivenöl
Salz

Zubereitung:

Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Zwiebelwürfel in Olivenöl anschwitzen und Kirschtomaten vierteln. Kirschtomaten mit Zwiebeln und Agavendicksaft karamellisieren, danach Gemüsebrühe, Majoran, Frühlingslauch und Chili zugeben, mit Salz abschmecken. Dazu Löwenzahnsalat servieren (siehe vorheriges Rezept).

Hotel Gut Edermann Brunnkresse Püree

Brunnenkresse Püree

Zutaten:

100 g Brunnenkresse
20 g Zwiebel
100 ml Mandelmilch
100 g Kartoffel mehlig kochend
Prise Salz
Muskat
Olivenöl
Löwenzahn
Wildkräuter

Zubereitung:

Kartoffel schälen und weich kochen mit den restlichen zutaten mixen. Mit Salz und Muskatnuss abschmecken. Zu den Röstkartoffeln und Wildkräutern auf einem schönen Teller anrichten.

In der Auflistung der 41 gesündesten Obst und Gemüsesorten steht Brunnenkresse auf dem 1. Platz. Mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin A und C stärkt sie das Immunsystem, Kalzium, Kalium, Magnesium sorgen für die Gesundheit der Knochen. Vitamin K beugt Zellschäden im Gehirn vor. Brunnenkresse unterstützt sogar mit ihren Oxidativ die Krebsvorbeuge.

Hotel Gut Edermann Griessnockalsuppe

Spargel Karotten Suppen mit Grießnockerl

Zutaten:

Spargel
Karotten
Gemüsefond
Liebstöckel
Olivenöl
Salz

Zubereitung:

Spargel und Karotten schälen, aus den Schalen einen Gemüsefond kochen. Spargel und Karotten in Stücke schneiden,danach in Olivenöl anschwitzen und mit Gemüsefond ablöschen, dazu Liebstöckel zugeben. Alles einmal aufkochen und dann ziehen lassen. Mit Wildkräutern und Salz abschmecken.

Grießnockerl Zutaten:

150 Butter
3 Eier
300 g Grieß fein
3 EL Wasser
Salz
Muskat

Zubereitung:

Butter schaumig rühren. Eier Grieß und Wasser nach und nach einrühren, würzen und ziehen lassen. Etwas ruhen lassen danach in siedendes Salzwasser Nach kurzer Ruhezeit Nocken abstechen und 5 min im siedenden Salzwasser köcheln und noch fünf Minuten nachziehen lassen.

Hotel Gut Edermann Monika Seidenfuss

Einen Guten Appetit,

Ihre Monika Seidenfuß-Bauernschmid

Inhaberin Gut Edermann

mit dem Küchenteam

Giersch – leckeres Wildgemüse

Hotel Gut Edermann Girsch

Aegopodium podagraria

Wer einen Garten hat, kennt ihn: Den Giersch!

Ein wüchsiges Wildkraut, so mancher Gartenfreund steht mit ihm auf Kriegsfuß. Zu finden ist der Giersch an schattigen, feuchten Plätzen, oft auch im Wald und mit Vorliebe in all den mühsam angelegten Blumenbeeten im eigenen Garten. Denn kaum hat man ein Blättchen übersehen, verbindet er sich mit seinen weißen langen Wurzelausläufern mit allem was im Garten wächst. Hier hilft irgendwann nur noch radikales ausbuddeln. Umgangssprachlich auch als „Zipperleinkraut“ bezeichnet, wird er schon seit Jahrhunderten in der Volksheilkunde genutzt und als wilde Geheimwaffe zur Schmerzlinderung und bei Rheumatismus und Gicht eingesetzt. Er gehört zur Familie der Doldenblütler und ist die einzige Aegopodium-Art, die in Deutschland vorkommt. Von März bis September lassen sich die kleineren Blättchen und Blüten sowohl in der Küche als auch in der Heilkunde recht vielseitig verwenden.

Um eine Verwechslung mit hochgiftigem Schierling auszuschließen, sollte man sich beim Giersch unbedingt folgendes merken: Beim Durchschnitt des Blattstängels ist dieser im Durchmesser dreieckig. Zudem riecht der Schierling sehr unangenehm, ähnlich wie Katzenurin, wobei Giersch ein würziges Aroma abgibt.

Auch für unsere kleinen Tierfreunde ist Giersch sehr beliebt, da er eine würzige, sellerieartige Note besitzt. Der Giersch besitzt Inhaltsstoffe wie Eisen, Kupfer, Mangan, Vitamin C, Karotin Eiweiße und sekundäre Pflanzenstoffe. Die Pflanze ist ein Vitamin C Wunder und wird deshalb auch gerne als Vitamin C Kraut bezeichnet, es übertrifft hier sogar Zitronen oder Rosenkohl.

Dies alles macht ihn zu einem rund um gesunden Leckerbissen. Damit auch Sie ihn in Zukunft als wertvollen Freund und nicht als Feind des Gartens betrachten, habe ich ein paar Rezepte für Sie ausgesucht.

Hotel Gut Edermann Giersch Pesto

Giersch-Pesto

 

Zutaten:

100 g Giersch, evtl. andere Wildkräuter
6 Zehen Knoblauch
100 g Parmesan oder Pecorino, gerieben
250 ml Olivenöl
75 g Pinienkerne

Zubereitung:

Den Giersch und die Wildkräuter gut waschen, trocken schütteln und von dickeren Stängeln befreien. Die Knoblauchzehen abziehen. Die Kräuter und Knoblauch fein hacken. Die Pinienkerne (evtl. mit etwas Öl) anrösten und ebenfalls hacken. Alle Zutaten in einer Schüssel mit dem Parmesan oder Pecorino mischen. Das Olivenöl nach und nach unterrühren, bis alles gut vermengt ist. Das Pesto in ein verschließbares Glas geben und mit eventuell übrig gebliebenem Öl bedecken – so hält es sich länger.

Anmerkung:

Die Knoblauchmenge erscheint sehr groß, aber da Giersch einen würzigeren Eigengeschmack hat als Basilikum, ist sie nicht übertrieben. Aus demselben Grund ist die Käsemenge hier reichlicher bemessen, als bei Basilikumpesto. Beim Pflücken des Giersch möglichst nur kleine, frische Blätter ernten, da die großen mitunter recht bitter schmecken. Wer möchte, mischt den Giersch noch mit anderen Wildkräutern.

Hotel Gut Edermann Giersch Salat

Giersch-Salat

Zutaten:

1 Handvoll Wildkräuter, z.B. junge Löwenzahnblätter oder Giersch
1 Handvoll Pfefferminze
1 Handvoll Blüten, z.B. Löwenzahn, Gänseblümchen, Ringelblumen
2 Handvoll Blattsalat, z.B. Kopfsalat, Eisbergsalat, Romanasalat

Für das Dressing:

Weißer Balsamico-Essig
Öl
Salz
Vollrohrzucker

Zubereitung:

Alles frisch pflücken und waschen. Trocken schleudern.

Mit einem Dressing aus einem Teil Essig, zwei Teilen Öl, etwas Salz und etwas Vollrohrzucker mischen.

Nach Belieben mit Früchten, frischem Gemüse oder Nüssen bzw. Saaten versehen.

Hotel Gut Edermann Giersch Limonade

Giersch-Limonade

Zutaten:

Eine Handvoll frische Gierschkräuter
eine Bio-Zitrone
1 l Apfelsaft
nach Belieben einige Blätter Zitronenmelisse, Gundelrebe oder andere Wildkräuter für noch mehr Geschmack
Mineralwasser

Zubereitung:
Kräuter mit einem Nudelholz oder einer Flasche leicht anquetschen. In ein weithalsiges Gefäß geben und mit Apfelsaft auffüllen. Zitrone in Scheiben schneiden, leicht andrücken und dazugeben. Einige Stunden ziehen lassen. Nach Geschmack mit Mineralwasser auffüllen und trinken. Für einen intensiveren Geschmack kannst du den Giersch über Nacht ziehen lassen. Mit einigen Eiswürfeln schmeckt die Limonade noch erfrischender.

 

Nach dem Motto „oft ist das Gute doch so nah“ wünsche ich Ihnen viel Gesundheit und „EssGenuss“!

Hotel Gut Edermann Monika Seidenfuss

Herzlichst,


Ihre Monika Seidenfuß-Bauernschmid


Inhaberin Gut Edermann

Praktikerin der Traditionellen Europäischen Heilkunde TEH®
Dipl.-Berufspäd. Univ Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaften

Der Zauber der Sommersonnwende und ihre Hexenkräuter

Hotel Gut Edermann Johanneskraut

Endlich scheint der Sommer zu kommen!

Obwohl sich das Jahr mit Ihrer Sonnenwanderung schon wieder Richtung Ende begiebt, bekommen wir erst jetzt so richtig das Gefühl, dass sich die Sone uns wohlgesonnen zeigt.

Wie die Sommersonnwende die ganze Kraft der Sonne hervorbringt, stehen die Heilpflanzen um diese Zeit mit der Entfaltung ihrer Heilkräfte gleichzeitig am Höhepunkt.

Es ist der beste Zeitpunkt für das Sammeln von Kräutern.

Im selben Zuge kündigt sich kaum merklich die Wende an: Die Sonne wird nun von Tag zu Tag wieder schwächer. Die Vegetation steht in voller Blüte und fruchtet langsam ihrem Niedergang entgegen. Das Rad der Sonne dreht sich ganz sachte dem Winter zu. Und doch haben wir den Sommer gefühlt erst vor uns.

Mit Johanni wurde ( 24.06.). der „heidnische“ Brauch des Sonnwendfeuers zum Johannisfeuer umbenannt, auch sprach man fortan von Johanniskraut und Johannisbeeren.

Hotel Gut Edermann Blumenstrauß mit Spruch

Johannisbüschel

Die Kräuter, die traditionell zur Sonnenzeit gesammelt wurden, nannte man Johanniskräuter. Je nach Region variierten die Kräuter, zum Beispiel Arnika, Beifuß, Wiesenmargerite, Echtes Johanniskraut, Hasel- und Eichenzweige, Eisenkraut, Holunder, Quendel, Kamille Schafgarbe, Klatschmohn, Kornblumen, Glockenblumen, Wiesenknopf, Beifuß etc.

Am Vorabend von Johanni band man aus den Johanniskräutern Sonnwendbüschel. Sie wurden im Haus, über der Haustüre oder im Stall aufgehängt, um Krankheiten, Hexen, Brand und Gewitter fernzuhalten.

Diese Büscherl hat mein Kräuterfreund Rudi so schön zusammengebunden und mir als Bild zur Verfügung gestellt.

Herzlichst Danke, Rudi!

Hotel Gut Edermann Johanneskraut

Die Zauberpflanze Johanniskraut

Hypericum perforatum

Das geheimnisvolle Johanniskraut galt schon in keltischen Zeiten als eine der heilkräftigsten Sonnenpflanzen. Ursprünglich Frauenkraut, Sonnwendkraut, Dunderblume oder Wundkraut genannt, war es wichtiger Teil von vielen Ritualen. Johanniskrautkränze im Haar tragen, es über das Hausdach werfen, oder in den Häusern und Ställen aufhängen, sind nur einige davon. In dem rote Saft der Blüten vermutete man Elfenblut. Das Schutzkraut galt hilfreich gegen vielerlei Gefahren und Dämonen.

Es wächst an sonnigen Böschungen und Wegrändern und blüht ab Mitte Juni bis in den August hinein. Beim echtem Johanniskraut, auch Tüpfeljohanniskraut genannt, kommt die rote Farbe bei Zerreiben der gelben Blütenblättchen zum Vorschein.

Johanniskraut-Öl

 

Zutaten:

Johanniskraut (oberes Drittel)
Blätter und Blüten
hochwertiges kalt gepresstes Öl, z. Bsp. Sonnenblumenöl

Zubereitung:

Nach mindestens zwei sonnigen regenfreien Tagen pflückt man das obere Drittel der Pflanze. Der Wirkstoff Hypericin ist dann in höchster Konzentration vorhanden, und der Wassergehalt in der Pflanze ist geringer, so hält sich das Öl länger. Eine Hand voll Blätter und Blüten werden grob zerkleinert und bis zu einem Drittel in ein großes Schraubglas

gefüllt. Etwas festdrücken und mit einem guten Sonnenblumenöl zur Gänze aufgießen. Das Glas sollte nur ganz locker zugeschraubt werden. Nun lässt man den Ansatz für mindestens 4 Wochen an einem geschützten trockenen Ort in der Sonne stehen. Sobald es eine kräftig rote Farbe bekommt, wird es in dunkle Fläschchen abgefüllt.

Es is guad für:

Hautprobleme, Narben, Verbrennungen, Verletzungen, Leber- und Nierenleiden, Magenprobleme, Verspannungen, etc.

Achtung: Während der Anwendung von Johanniskraut, soll man Sonne bzw. UV-Strahlung meiden.

Hotel Gut Edermann schwarzer Holunder

Der gute alte Schwar­­ze Ho­lun­­der – Ge­sund­­heit und Schutz

Sambucus nigra

Der Holunder ist seit Jahrtausenden als wichtige Gesundheitspflanze bekannt. Auch Schutz und Lebensbegleiter sollte der Strauch seit jeher sein, und so ranken sich unzählige Mythen, Geschichten und Bräuche um die populäre Heilpflanze. Man erzählt, das Umschneiden oder Beschädigen eines Strauches, würde Unglück und Unheil bringen. Umgekehrt sei es die Wohnstätte der Frau Holle. Die geheimnisvolle Wächterin und dreifache „Göttin“ symbolisiert die Zyklen des Lebens und der Natur. Man sah sie als jugendliche Frühjahrsgöttin (Holla), fruchtbare Sommer- und Liebesgöttin (Freya) und alte Wintergöttin (Perchta) zugleich.

Noch gibt es in höheren Lagen die weißen feinen Blütendolden zu pflücken, wir haben Sirup hergestellt, den es im Hause auch zu kaufen gibt und Blüten getrocknet, als Vorrat für unsere WinterkräuterZeit.

Achtung: Blätter, Beeren und Gehölz (nicht die Blüten) enthalten sogenannte cyanogene Glycoside. Sie können Blausäure freisetzen und zu Übelkeit und Erbrechen führen. Erst ab Erhitzen auf über 70 Grad werden diese Glycoside zerstört.

Hotel Gut Edermann Holunderblütensirup

Hier noch unser Sirup Hausrezept, für Alle, die sich noch auf die Suche nach letzten Hollerblüten begeben wollen:


Zutaten:

ca. 20 Holunderblütendolden
2 Liter Wasser,
2 kg Zucker
1 Bio-Zitrone in Scheiben
20 g Apfelsäure

Zubereitung:

Das Wasser mit dem Zucker aufkochen und solange rühren, bis sich der Zucker gelöst hat.

Die Apfelsäure einrühren. Dann von der Kochstelle nehmen, Holunderblüten und Zitronenscheiben dazugeben und nach dem Abkühlen 3 – 4 Tage im Kühlschrank zugedeckt ziehen lassen.

Den Sud durch einen feinen Filter abseihen und auf 78 Grad erhitzen, in sterilisierte Flaschen abfüllen.

Hotel Gut Edermann Wildwiese Zinnkraut

Zinnkraut (Acker­schachtel­halm)

Equisetum arvense

Das Zinnkraut wächst jetzt überall auf mageren trockenen Böden. Die im Zinnkraut enthaltene Kieselsäure verbessert die Elastizität der Haut und die Durchblutung. Es wirkt straffend, zusammenziehend und entzündungshemmend, ebenso bei Akne und unreiner Haut.

Achtung: Nicht mit dem giftigen Sumpfschachtelhalm verwechseln!

Bitte ein gutes Pflanzenerkennungsbuch zur Bestimmung verwenden.

Zinnkraut-Tee

Zutaten:

3 EL frisches oder getrocknetes Zinnkraut
1 Liter Wasser

Zubereitung:

Das Zinnkraut 20 – 30 Minuten leicht köcheln lassen. So löst sich die Kieselsäure am Besten. Zwei bis drei Wochen lang jeden Tag einen Liter schluckweise über den Tag verteilt trinken. Dann kann man eine Pause machen und die Kur wiederholen.

Tipp:

Mit dem Tee-Sud im Badewasser öfters mal ein Vollbad nehmen.

Das kann von aussen nach innen HautSchönheit bringen!

 

Eine wunderbare Sommerzeit und viel Spaß beim Ausprobieren!

Hotel Gut Edermann Monika Seidenfuss

Herzlichst,


Ihre Monika Seidenfuß-Bauernschmid


Inhaberin Gut Edermann

Praktikerin der Traditionellen Europäischen Heilkunde TEH®
Dipl.-Berufspäd. Univ Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaften

Die Frühlingssonne in Blüte – der Löwenzahn

Hotel Gut Edermann Blumenbrot

Taraxacum officinale

Eine wahre Lichtnatur – die gelben strahlenden Blüten!

In den nächsten Wochen erstrahlen sie auf den Wiesen und aus allen Ecken, überall dort, wo das robuste Pflänzchen seinen Raum zum Leben findet. Auch Apothekerkraut, Milchblume, Kuhblume, Pfaffenblume genannt, verdankt er seinen Allerweltsnamen den spitz gezähnten Raubtiergebiss-Blättern. Der gute Heiler Löwenzahn besitzt viele Bitterstoffe (besonders im Stängel und in der Wurzel), die Leber, Galle und unser Stoffwechsel so mögen, ausserdem Vitamine, Mineralstoffe, Triterpene, Schleimstoffe, Inulin (Frühjahr 2 %, Herbst 40 %) und viel Kalium in den Blättern.

Eine Löwenzahnkur im Frühling bringt den Stoffwechsel wieder in Schwung und wirkt verdauungsfördernd, gallebildend, nierenanregend, leberstärkend und belebend. Also schell raus in die Natur und all die goldenen Löwenzahnblütenköpfchen entdecken!

Hier verrate ich Ihnen ein paar hilfreiche und schnell umsetzbare Gesundheitstipps und Rezepte:

Hotel Gut Edermann Löwenzahntee

Löwenzahn-Tee

1 bis 2 TL zerkleinerte Wurzel und/oder das Kraut in 1/4 Liter kaltem Wasser ansetzen, einmal kurz aufkochen, beiseite Stellen und 15 Min. ziehen lassen. Dann abseihen und 3 Tassen über den Tag verteilt trinken. (Die Alleskönnerin Brennnessel passt im Tee gut zum feinen Bitter des Löwenzahn).

Löwenzahn-Gelee

Einige Handvoll Blütenköpfe in 1 L Wasser oder Apfelsaft mit dem Saft von 2 Biozitronen einmal aufkochen und für ein bis drei Nächte im Kühlschrank zugedeckt ziehen lassen. Je länger die Ziehzeit, desto stärker das Aroma. Dann abseihen und mit 500 g Gelierzucker 2:1 und Saft von weiteren zwei Zitronen ca. 5 Minuten köcheln lassen und in saubere Gläschen abfüllen.

Hotel Gut Edermann Blumen in Korb

Löwenzahnstängel-Kur

Schon traditionell wusste man um die Wirkung der Löwenzahnstängel zur Entgiftung und Leberreinigung. Täglich ca. 6 Stängel pflücken, die Blüte entfernen und für die Mittagessen-Deko verwenden, die Stängel waschen und frisch verzehren. Sie schmecken anfangs etwas bitter, aber unsere Geschmacksknospen gewöhnen sich schnell an die wertvollen Bitterstoffe. Wer die Kur 14 Tage lang durchhält, wird den wohltuenden Effekt auf jeden Fall merken.

Löwenzahn-Butterbrot

Meine Kräuterfreundin Heidi, TEH-Praktikerin und Gartenbäuerin, hat auch immer so ganz genial einfache und wirkungsvoll Einfälle, zum Beispiel die Blütenblättchen einfach von der Blüte abzupfen und das Butterbrot, den Salat oder sämtliche Gerichte damit dekorieren … das schmeckt dann noch viel besser, sieht sehr schön aus und versorgt ganz nebenbei den Organismus mit den Frühjahrs-Helferlein, die in der Blüte stecken.


Löwenzahnblüten-Sirup

4 Tassen Löwenzahnblüten
1 Liter Wasser
1,5 kg Zucker
2 Biozitronen
ca. 35 g Apfel- oder Weinsäure

Die Löwenzahnblütenköpfe werden mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen und mit 800 g Zucker und der in Scheiben geschnittenen Zitronen versetzt. Alles gut durchmischen bis sich der Zucker gelöst hat und ca. 3 Tage zugedeckt an einem sonnigen Ort ziehen lassen. Nach dem Abseihen 700 g Zucker und die Säure hinzugeben, unter Rühren auf ca. 80 Grad erhitzen und in sterilisierte Flachen abfüllen.

Der goldene Sirup schmeckt sehr fein in Mineralwasser oder Prosecco verdünnt, oder auf Eis und Desserts.

Ich wünsche Ihnen Allen in dieser immer noch andauernden Zeit der Einschränkungen, dem strahlenden Löwenzahn gleich, viel Kraft, Sonne und Stärke im Herzen und die Freude des Frühlings im Gemüt!

Hotel Gut Edermann Monika Seidenfuss

Herzlichst,


Ihre Monika Seidenfuß-Bauernschmid


Inhaberin Gut Edermann

Praktikerin der Traditionellen Europäischen Heilkunde TEH®
Dipl.-Berufspäd. Univ Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaften

Gründonnerstags- oder 9-Kräuter-Suppe

Hotel Gut Edermann grüne Kräutersuppe mit Blüten

ImmunStärker Lieblingsrezept

Basische Gründonnerstags- oder 9-Kräuter-Suppe

Die 9-Kräuter-Suppe gilt als traditionelle Gründonnerstagsspeise . Das Christentum übernahm die einstige Kultspeise von den Germanen, Kelten, Balten und Slawen als Brauchtum in unsere Zeit. Die magische Zahl neun sollten den vom Winter geschwächten indogenen Völkern wieder die Lebenskräfte zurückbringen.

Nicht nur am Gründonnerstag, das ganze Frühjahr über kann man die zarten, mit vielen Vitaminen Mineralstoffen und gesunden Bitterstoffen gesegneten Wiesenkräutlein sammeln und verarbeiten. Ich verwende für meine 9-Kräuter-Suppe die jungen Blättchen von Giersch, Spitzwegerich, Brennnessel (diese drei in größerer Menge), Löwenzahn, Schafgarbe, Scharbockskraut (nur das nichtblühende), Walderdbeerblätter, Gundermann und Vogelmiere. Alternativ können Sie natürlich auch Bärlauch, Knoblauchsrauke, sämtliche Kressearten, Sauerampfer, Linden- und Buchenblätter oder Kulturkräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Koriander etc. in die Suppe geben.

Rezept:

ca. 150 – 200 g frische Frühlingskräuter
2 mittelgroße, fertig gegarte Kartoffeln
20 g Butter
2 kleine Zwiebeln
1 Liter Gemüsebrühe (möglichst selbstgemacht)
Salz, Pfeffer, Muskat
etwas Sahne
Gänseblümchen- und Gundermannblüten zum Dekorieren

Zubereitung:

Die Kräuter waschen, trockenschütteln und etwas zerkleinern. Die Zwiebeln schälen, kleinschneiden und in der zerlassenen Butter glasig dünsten. Die Kräuter in der Gemüsebrühe für zwei Minuten blanchieren, dann zu den gedünsteten Zwiebeln geben und mit den gewürfelten Kartoffeln mit einem Mixstab oder einem Mixgerät pürieren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat abschmecken und sofort oder beim Anrichten mit Sahne nach Geschmack verfeinern. Mit den Blüten auf dem Teller dekorieren. Das Auge isst mit!

Guten Appetit!

Hotel Gut Edermann Monika Seidenfuss

Herzlichst,


Ihre Monika Seidenfuß-Bauernschmid


Inhaberin Gut Edermann

Praktikerin der Traditionellen Europäischen Heilkunde TEH®
Dipl.-Berufspäd. Univ Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaften

Bärlauch – LichtBringer und ImmunStärker Nr. 1

Hotel Gut Edermann Bärlauchsalz

Bärlauch

Allium ursinum

Frühlingsbringer Bärlauch wächst nun schon seit mehreren Wochen dem Licht entgegen, welches in den halbschattigen Wäldern oder Parks vereinzelt durch die Baumwipfel blitzt. Es ist nun Zeit, nochmal sammeln zu gehen, am Besten mit einem Stoffsackerl oder einem großen Gefrierbeutel, der natürlich dauerhaft wiederverwendet wird. In letzterem hält sich der Bärlauch besonders lange im Kühlschrank frisch. Auch die Knospen und Blüten können wie die Blätter verwendet werden.

Und bitte wie immer achtsam sein beim Wildpflanzensammeln und immer ein Bestimmungsbuch dabei haben. Die Blätter und Zwiebeln der hochgiftigen Gefährten Maiglöckchen und Herbstzeitlose sehen dem Bärlauch recht ähnlich.

Er trägt den „Namen des Bären“, das Seelentier und Fruchtbarkeitssymbol der Germanen, der die Kraft des Winters bricht.

Wir verraten Ihnen spannendes über die gesunde Wirkung von Bärlauch auf Ihren Körper:

Mit seinen ätherischen Ölen, Allicin, Glycosiden, Fructosanen, Vitamin C und Eisen gilt er als einheimisches Superfood erster Klasse!

Entschlackend und ausleitend, eignet er sich perfekt für Ihre Frühjahrskur, kann Viren und Bakterien bekämpfen und beugt laut Wissenschaftlern sogar Krebs vor!

Das auch im Knoblauch enthaltene Allicin ist der Stoff, der als pflanzliches Antibiotikum gilt.

Bärlauch wirkt ausserdem noch super gefäßerweiternd, blutverdünnend, entspannend, ist wirksam bei Magen- und Darmstörungen, Schlafstörungen, Bluthochdruck und schützt angeblich vor Schlaganfall.

Bitte nur frisch verwenden, getrocknet verliert er seine Wirkung.

 

Hier ein einfaches Rezept auch der Hexenküche:

 

BärlauchSalz

Sie brauchen dazu einen Mörser, zwei Handvoll Bärlauch, unbehandeltes Steinsalz aus der Region.

Den Bärlauch ganz klein schneiden, und einen Teil davon zusammen mit etwas Steinsalz fein zermörsern, immer wieder Salz zugeben, bis der Bärlauch gut durchsalzen ist und das Salz schön homogen grün gefärbt aussieht. In Schraubgläschen abfgefüllt hält sich das BärlauchSalz lange Zeit im Kühlschrank frisch und guad!

Und noch ein Tipp:

Bärlauch einfach Ihren Morgensmoothie mixen und jedem Essen als Topping beifügen, in den Semmelknödelteig kneten oder mit Gemüse in der Suppe pürieren – passt überall dazu und so bekommen Sie jeden Tag die gesunden Stoffe für Ihren Körper.

 

Alles Liebe und vui Freid beim Nochmacha!

Hotel Gut Edermann Monika Seidenfuss

Eure

Monika Seidenfuß-Bauernschmid

Praktikerin der Traditionellen Europäischen Heilkunde TEH® Ernährungswissenschaftlerin und „Hüterin“ des Gut Edermann