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24 Apr

Giersch – leckeres Wildgemüse

Aegopodium podagraria

Wer einen Garten hat, kennt ihn: Den Giersch!

Ein wüchsiges Wildkraut, so mancher Gartenfreund steht mit ihm auf Kriegsfuß. Zu finden ist der Giersch an schattigen, feuchten Plätzen, oft auch im Wald und mit Vorliebe in all den mühsam angelegten Blumenbeeten im eigenen Garten. Denn kaum hat man ein Blättchen übersehen, verbindet er sich mit seinen weißen langen Wurzelausläufern mit allem was im Garten wächst. Hier hilft irgendwann nur noch radikales ausbuddeln. Umgangssprachlich auch als „Zipperleinkraut“ bezeichnet, wird er schon seit Jahrhunderten in der Volksheilkunde genutzt und als wilde Geheimwaffe zur Schmerzlinderung und bei Rheumatismus und Gicht eingesetzt. Er gehört zur Familie der Doldenblütler und ist die einzige Aegopodium-Art, die in Deutschland vorkommt. Von März bis September lassen sich die kleineren Blättchen und Blüten sowohl in der Küche als auch in der Heilkunde recht vielseitig verwenden.

Um eine Verwechslung mit hochgiftigem Schierling auszuschließen, sollte man sich beim Giersch unbedingt folgendes merken: Beim Durchschnitt des Blattstängels ist dieser im Durchmesser dreieckig. Zudem riecht der Schierling sehr unangenehm, ähnlich wie Katzenurin, wobei Giersch ein würziges Aroma abgibt.

Auch für unsere kleinen Tierfreunde ist Giersch sehr beliebt, da er eine würzige, sellerieartige Note besitzt. Der Giersch besitzt Inhaltsstoffe wie Eisen, Kupfer, Mangan, Vitamin C, Karotin Eiweiße und sekundäre Pflanzenstoffe. Die Pflanze ist ein Vitamin C Wunder und wird deshalb auch gerne als Vitamin C Kraut bezeichnet, es übertrifft hier sogar Zitronen oder Rosenkohl.

Dies alles macht ihn zu einem rund um gesunden Leckerbissen. Damit auch Sie ihn in Zukunft als wertvollen Freund und nicht als Feind des Gartens betrachten, habe ich ein paar Rezepte für Sie ausgesucht.

 

Giersch Pesto

Zutaten:

  • 100 g Giersch, evtl. andere Wildkräuter
  • 6 Zehen Knoblauch
  • 100 g Parmesan oder Pecorino, gerieben
  • 250 ml Olivenöl
  • 75 g Pinienkerne

 

Zubereitung:

Den Giersch und die Wildkräuter gut waschen, trocken schütteln und von dickeren Stängeln befreien. Die Knoblauchzehen abziehen. Die Kräuter und Knoblauch fein hacken. Die Pinienkerne (evtl. mit etwas Öl) anrösten und ebenfalls hacken. Alle Zutaten in einer Schüssel mit dem Parmesan oder Pecorino mischen. Das Olivenöl nach und nach unterrühren, bis alles gut vermengt ist. Das Pesto in ein verschließbares Glas geben und mit eventuell übrig gebliebenem Öl bedecken – so hält es sich länger.

Anmerkung: Die Knoblauchmenge erscheint sehr groß, aber da Giersch einen würzigeren Eigengeschmack hat als Basilikum, ist sie nicht übertrieben. Aus demselben Grund ist die Käsemenge hier reichlicher bemessen, als bei Basilikumpesto. Beim Pflücken des Giersch möglichst nur kleine, frische Blätter ernten, da die großen mitunter recht bitter schmecken. Wer möchte, mischt den Giersch noch mit anderen Wildkräutern.

 

 

Giersch Salat

Zutaten:

  • 1 Handvoll Wildkräuter, z.B. junge Löwenzahnblätter oder Giersch
  • 1 Handvoll Pfefferminze
  • 1 Handvoll Blüten, z.B. Löwenzahn, Gänseblümchen, Ringelblumen
  • 2 Handvoll Blattsalat, z.B. Kopfsalat, Eisbergsalat, Romanasalat

Für das Dressing:

  • Weißer Balsamico-Essig
  • Öl
  • Salz
  • Vollrohrzucker

 

Zubereitung:

Alles frisch pflücken und waschen. Trocken schleudern.

Mit einem Dressing aus einem Teil Essig, zwei Teilen Öl, etwas Salz und etwas Vollrohrzucker mischen.

Nach Belieben mit Früchten, frischem Gemüse oder Nüssen bzw. Saaten versehen.

 

 

Giersch Limonade

Zutaten:

  • Eine Handvoll frische Gierschkräuter
  • eine Bio-Zitrone
  • 1 l Apfelsaft
  • nach Belieben einige Blätter ZitronenmelisseGundelrebe oder andere Wildkräuter für noch mehr Geschmack
  • Mineralwasser

 

Zubereitung:

Kräuter mit einem Nudelholz oder einer Flasche leicht anquetschen. In ein weithalsiges Gefäß geben und mit Apfelsaft auffüllen. Zitrone in Scheiben schneiden, leicht andrücken und dazugeben. Einige Stunden ziehen lassen. Nach Geschmack mit Mineralwasser auffüllen und trinken. Für einen intensiveren Geschmack kannst du den Giersch über Nacht ziehen lassen. Mit einigen Eiswürfeln schmeckt die Limonade noch erfrischender.

 

 

 

 

 

Nach dem Motto „oft ist das Gute doch so nah“ wünsche ich Ihnen viel Gesundheit und „EssGenuss“!



Herzliche Grüße & alles Liebe
Sonja Loidold
F&B Management Wellness & Spa Hotel Gut Edermann
In Ausbildung zur Praktikerin der Traditionellen Europäischen Heilkunde TEH®

 

 

 

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